Im Gespräch mit den Beschäftigten bei Dietzel Univolt

Ende April 2017 war AK Präsident Rudi Kaske bei den Beschäftigten der Firma Dietzel Univolt zu Besuch. Die rund 200 Beschäftigten am Standort in Wien Simmering produzieren in erster Linie Elektrorohre, Kunststoff-Installationskanäle, Drainagerohre und individuell angefertigte Baustromverteiler. „Es ist beeindruckend zu sehen, dass die Produktion hier dank der Leistungen der Beschäftigten wie am Schnürchen läuft“, meinte Präsident Kaske beim Rundgang durch die Produktionshallen. Insbesondere in der Fertigung von halogenfreien oder flammhemmenden Elektrorohren steckt viel Knowhow des traditionsreichen Familienunternehmens. „Solche Produktinnovationen lassen sich nur mit gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erreichen“, zeigte sich der AK Präsident im Gespräch mit den Beschäftigten überzeugt.

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Mehr Fotos vom Betriebsbesuch finden MitarbeiterInnen hier (Passwort erforderlich).

Einsatz für die Lehrlingsausbildung

Beim Rundgang erklärten die beiden Betriebsräte Nantke Hofer und Michael Tutschek, dass Dietzel immer Lehrlinge ausgebildet hat, die auch nach der Lehrzeit noch lange im Betrieb waren. „Das war und ist gut fürs Betriebsklima. Auch das Knowhow der Leute war ausgezeichnet, da sie im Betrieb mitgewachsen sind“, beschreibt Betriebsrat Tutschek den Wert der Lehrlingsausbildung. Deshalb wollen sich die Betriebsräte auch zukünftig für die Lehrlingsausbildung bei Dietzel stark machen.

Betriebsratsarbeit in der Praxis

Der Fertigungsprozess der Kunststoffrohre findet in einem technisch bedingten Drei-Schicht-Betrieb statt. Im Gespräch mit dem AK-Präsidenten erzählten die Arbeiter von den Herausforderungen der Schichtarbeit. So sind die Nachtschichten für die meisten Beschäftigten am schwierigsten zu bewältigen. Im regelmäßigen Rhythmus werden die Schichten gewechselt, da müssen sich die meisten die Umstellung des Schlafrhythmus richtiggehend „erkämpfen“, erklärten die Kollegen vor Ort. Die Betriebsräte ergänzten, dass bei besonders guter Auftragslage auch Sonderdienste per Betriebsvereinbarung geregelt werden – aufgrund der gut funktionierenden Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung wurden bisher immer praktikable Lösungen gefunden. Nantke Hofer hob die gute Gesprächsbasis auch im Zusammenhang mit der richtige KV-Einstufung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervor, die ihr ein besonderes Anliegen ist.

Wohnbau, Aus- und Weiterbildung als Zukunftsthemen

In Anwesenheit von Geschäftsführer Steigenberger unterstrich Präsident Kaske die Wichtigkeit der Bauindustrie vor allem in Hinblick auf den verstärkten Wohnbau in der wachsenden Stadt Wien. „Mehr leistbarer Wohnraum ist nicht nur für die Menschen notwendig, sondern tut auch der Konjunktur und der Firma Dietzel gut“, meinte Kaske. In Hinblick auf Standortentscheidungen von Unternehmen verwies der AK Präsident auf die zentrale Rolle von Aus- und Weiterbildung: „Österreich kann nicht über einen Lohnwettbewerb gewinnen, sondern gewinnt aufgrund der hervorragend qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Land – so wie hier bei der Firma Dietzel.“

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